Die 5 häufigsten Fehler beim Verfassen von Pressemitteilungen

1. Überschrift – keep it short, simple and interesting

Die grundlegendste Regel für alle Pressemitteilungen – und eine der meist Vernachlässigten. Orientieren Sie sich am Leitspruch des begnadeten Architekten Mies Van Der Rohe: Less is more. Gut, erfunden hatte er den auch nicht, aber sich daran gehalten. Und das sollten Sie auch tun. Ach so, interessant darf’s schon sein. Grundsätzlich ist das Verfassen von Pressemitteilungen Handwerk; essentiell sind die Standards, darunter Orts- und Datumsmarke, die wichtigste Info als  Lead-Satz an den Anfang der PM; Zitate, Quelle. Verlinkungen, wo möglich. Klingt einfach, wird aber  erstaunlich häufig vernachlässigt.

2. Endlos-Zitate im Pressetext

Vorstandsvorsitzende, Finanzchefs und andere Unternehmenshierarchen finden sich gerne mit offiziellen Statements in Pressemitteilungen ihres Unternehmens wieder. Schwer auszureden ist diesen Herren und Damen, dass die Länge des Statements kein journalistisches Kriterium ist, sondern Originalität, Klarheit und Verwertbarkeit. Sollen mehrere Akteure – Vorstandsmitglieder, Minister o.a. – ihre Stimmen in eine gemeinsame Pressemitteilung einbringen, gibt es häufig ein Ringen um Länge und Platzierung der Einlassungen. Hier gilt: The message is king. Kurze, prägnante Sätze machen eine Wiedergabe in redaktionellen Teilen wahrscheinlicher. Schön sind zudem Formulierungen, die auch als Überschrift tragen.

3. Ausblenden von Negativ-Nachrichten

Ein Segment ist nicht gut gelaufen. Und als Unternehmens-Kommunikator wissen Sie, dass sich die Medienvertreter genau auf dieses Segment konzentrieren werden. Doch ihr CFO und CEO drängen, dieses Negativ-Segment in der Pressemitteilung klein zu halten, indem sie den Erfolgssegmenten überproportional viel Raum einräumen. Als PR-Profi wissen Sie: Das ist falsch, weil Journalisten Trüffelsucher sind, und genau das Negativ-Segment erkennen – und Ihre Verschleierungsversuche auskontern, indem sie der Negativnachricht überproportional viel Raum geben. Machen Sie das, was Ihre Erfahrung Ihnen sagt – und setzen sie sich durch! Statt rosa Wolken zu schieben, bieten (und finden) Sie Erklärungen, warum das entsprechende Segment sich nicht wie geplant entwickelt hat. Gründe gibt’s immer, Erklärungen folglich auch. Journalisten werden Ihnen die Transparenz danken. Und ihr Offensivgeist bewahrt sie vor dem Erwartungskater ihres CEOs.

4. Social Media – manchmal Gold, manchmal Schrott

Manchmal Gold, manchmal Schrott – das ist die Qualität der Einbindung von Pressemitteilungen in soziale Netzwerke. Dabei haben Sie mit einer sachlich-interessanten Tweet-Überschrift und dem entsprechenden Link zu Ihrer PM schon Bronze verdient. Wenn Ihnen oder ihrem Social Media Team originelle und glaubwürdige Zugänge zu Instagram, Facebook etc j7dgz3v read here. gelingen, wird’s Silber – oder Gold. Die Einbindung in die gängigen Business- und Branchen-Portale setzen wir hier mal voraus.

5. Die Pressemitteilung im Video-Format

Pressemitteilungen im Video-Format sind noch nicht en Vogue aber up-and-coming. Das wichtigste: Neben der Langversion (aber bitte nicht länger als 1.30 Min.) auf jeden Fall auch eine 10 oder 15-Sekunden-Fassung produzieren. Mit und auch ohne (!) Ton, mit Untertiteln unterlegt. So sieht auch der News-Feed-Junkie Ihre Message. Ist sie gut präsentiert, sind die Chancen gut, dass er bei Ihnen hängen bleibt. Viel Erfolg!

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